Terrierhündin, vorgestellt wg. Lactatio falsa
Dienstag, 11. Oktober 2011 (Redaktion)
Fall von Jane Coenen und Birgit Mosenheuer
Lactatio falsa einer 9 Monate alten Terrierhündin
Kaya ist im Mai 2010 geboren und kam zu ihrer Besitzerin mit 11 Wochen.
Kaya war am 13.1.11 zum ersten Mal läufig gewesen. Die Läufigkeit verlief normal: sie hat 1 Woche geblutet, anschließend kam erst noch etwas schleimiges, dann wässriges Sekret aus der Vagina. Nach der 2. Woche war die Läufigkeit vorbei.
Am 22.2.2011 wurde Kaya in der Praxis vorgestellt wegen schlechten Fressens, nicht mehr Spielen-Wollens und einem enorm hohen Schlafbedürfnis/-bedarf seit 1 Woche. Schon vor der Läufigkeit hatte Kaya immer wieder in größeren Abständen (5 Wochen) direkt nach der Futteraufnahme erbrochen. Jetzt tat sie das spätestens jeden 2. Tag, manchmal erwachte sie sogar morgens, weil sie erbrechen musste (Galle).
Am liebsten wird Kaya im Moment von ihrer Besitzerin auf dem Arm herumgetragen. Die Blutwerte waren unauffällig (22.2.), der Bauch jedoch bei der Untersuchung angespannt. Die Zitzen waren leicht geschwollen und warm. Kaya ließ sich jedoch nicht gerne von Fremden anfassen. Die Besitzerin beteuerte, dass Kaya es auch in ihrem veränderten Gemütszustand liebte, am Bauch gekrault zu werden. Dann sei der Bauch total entspannt. Der Verdacht auf eine Pyometra kann weitgehend ausgeschlossen werden, zumal da diese bei einem so jungen Hund quasi nicht auftritt. Auch ihr Trinkverhalten deutet nicht auf eine Pyometra, sie trinkt eher weniger als sonst, da sie ja auch sehr wenig frisst.
23.2.: Heute morgen wollte Kaya nicht aufstehen, hat sich versteckt, als die Besitzerin mit ihr Gassi gehen wollte. 1 Stunde nach der Morgenmahlzeit hat sie alles wieder erbrochen.
Homöopathische Arznei X wurde am 24.2. losgeschickt.
1.3. 2011: Anruf bei Besitzerin:
Sie hat die Globuli am 27.2. Kaya gegeben, und schon am 28.2. morgens war Kaya munter, wollte spazieren gehen. Seither schläft sie lange nicht mehr so viel, frisst viel besser, erbricht nicht mehr und möchte auch von selbst spielen (bringt Spielsachen).
Laut Besitzerin ist der Hund zu 90% wieder hergestellt.
Welches Mittel hat hier so gut geholfen?
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Foto: Hund der Tierärztin Mosenheuer