Physiotherapie für Tierärzte – Fortbildung für Kleintierpraktiker

Seit einigen Jahren wird die Physiotherapie in der Tiermedizin zu Recht immer bekannter. Jedoch muss nicht jeder Tierarzt / jede Tierärztin einen kompletten Weiterbildungslehrgang absolvieren, um mit Teilen dieser Methode zu arbeiten.

In einem Wochenendkurs  (18.10.-19.10.2014  PHY2: Physiotherapeutische Anamnese und Lahmheitsdiagnostik bei Hund)  haben Sie die Gelegenheit in diese Methode „reinzuschnuppern“: Ziel dieser Fortbildung ist das Erlernen von einfachen physiotherapeutischen Anwendungen die in den tierärztlichen Praxisalltag integriert werden können (ATF-Anerkennung: 15 Stunden; die Veranstaltung ist in Bayern auf die Erlangung der Zusatzbezeichnung “Physikalische Therapie” anrechenbar).
Die Physiotherapie kann sehr gut als ergänzende Maßnahme bei einer Vielzahl von Erkrankungen unserer Haustiere eingesetzt werden. Dabei geht es nicht darum die bisherige Therapie zu phy1.jpgersetzen, sondern den Behandlungserfolg mit zusätzlichen Therapiemethoden zu verbessern. Kombiniert man Schul- oder Alternativmedizin mit der Physiotherapie werden in den meisten Fällen ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie und ein dauerhafterer Therapieerfolg beobachtet.

Einige der physiotherapeutischen Techniken sind relativ einfach zu erlernen und können daher nach einer sorgfältigen Einführung auch von „Nicht-Physiotherapeuten“ angewendet werden. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, bei welchen Krankheitsbildern die Physiotherapie hilfreich ist und wo ihre Grenzen liegen. ( Flyer   -   Zur Anmeldung )

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Warmblut-Stute „Queenie“, Vorstellung wegen Sommerekzem, wiederholten Kolikanfällen, Magengeschwüren und „Wutanfällen“

Fall von Dr. med. vet. Ina Luz, FTA für Pferde

Warmblut-Stute „Queenie“ geboren: 2000 , Erstvorstellung 07/2012, Nachbeobachtungszeit nach letzter Behandlung 1 ¾  Jahre
Vorstellung wegen Sommerekzem, wiederholten Kolikanfällen, Magengeschwüren und „Wutanfällen“

Pferde_braun1_photocaseQueenie sei eine sehr hübsche Stute und eigentlich sei auch ihr Wesen so, beginnt die Besitzerin das Gespräch. Es sei, wie wenn man einen Schalter umlege.
Die Stute ist nun seit  2 ½ Jahren im Besitz, jedoch kennt Frau B. sie schon länger. Die Vorbesitzerin sei ihrer Einschätzung nach sehr hysterisch gewesen, sie forderte einerseits viel Leistung, sei andererseits aber stets überbesorgt gewesen. Möglicherweise habe sie „Queenie“ sehr hart behandelt.
Als junges Pferd sei Queenie ganz brav gewesen, allerdings eher unsicher und habe im Gelände schnell mal gescheut. Sie sei sehr sensibel, brauche viel Beachtung und sei zur Besitzerin meist sehr liebevoll. Sie wolle gefallen und werde gerne gelobt. Mit der Tochter der Besitzerin sei sie sehr fürsorglich. Wenn man sie führt, geht die Stute hinter einem, versteckt sich. [Weiterlesen...]

Tierärztliche Praxisgründungen, Praxisnachfolge und Praxisübernahmen – Gründerstories

ExGr1_fuwft.de_photocaseWie gründe oder übernehme ich eine Tierarztpraxis?
Coaching hilft  Gründerinnen und Gründern bei Praxisgründungen und Praxisübernahmen in der Tiermedizin

Viele junge Tiermediziner /innen wollen sich selbstständig machen, doch dazu braucht es mehr als guter Fachkenntnisse. Gute Examina reichen heute nicht mehr aus, um eine Praxis wirtschaftlich effizient und nachhaltig zu betreiben. Wie erstelle ich eine Wettbewerbs- und Standortanalyse für meine Praxis und wie bereite ich mich intensiv auf die Bankgespräche vor?

Lesen Sie die Artikel über verschiedene Praxisgründungen und Praxisübernahmen von der Fachtierärztin für Pferde, über Kleintierpraktiker, bis zur Kardologin; geschrieben von Journalisten /innen.
Die Tierärzte /-innen sind Teilnehmer der Fortbildungen Existenzgründung für Tierärzte, bzw.  Praxismarketing für Tierärzte.  Artikel lesen

Weitere Artikel
Termine Fortbildung: Workshoptermine Existenzgründung für Tierärzte
Zuschüsse zur Beratung (Gründercoaching) vom Land:
Gründungsberatung   vor   der Praxisgründung
Geld vom Staat:
Der Gründungszuschuss wurde trotz restriktiver Vergabe der Arbeitsagenturen bei einem überwiegenden Teil  der Praxisgründer (Tiermediziner /-innen) bewilligt (Bundesländer Niedersachsen, Hessen, NRW, Baden-Württemberg, Bayern).

Homöopathie in der Pferdemedizin

Autorin Christina Hucklenbroich, Tierärztin und Journalistin

Pferd1_photocase698496415356_klein.jpgDie Andalusierstute ist misstrauisch und verspannt, der Konikwallach schlecht gelaunt und in der Rangfolge der Herde das Schlusslicht. Der Trakehner ist freundlich und verschmust, möchte aber am liebsten in seiner Box bleiben. All diese Pferde wurden ihren Tierärzten wegen Husten, Fieber oder Kolik vorgestellt. In den ausführlichen Fallberichten auf dem HomöopathieBlog stehen aber das Verhalten und der Charakter der Tiere mindestens ebenso sehr im Vordergrund wie die körperliche Krankheit.

„Als Homöopath muss man immer die Individualität des Pferdes miteinbeziehen, also sein Gemüt, und nicht nur die sogenannten Lokalsymptome beurteilen, das wäre dann beispielsweise der Husten“, erklärt die Tierärztin Ina Luz, die den Blog gemeinsam mit einer Kollegin gegründet hat.
Dr. Ina Luz, die eine Praxis in München führt, ist Fachtierärztin für Pferde und hat sich zusätzlich auf Homöopathie spezialisiert.

Bei Headshaking

„Unter meinen Patienten sind viele chronische Fälle, die man schulmedizinisch als ‚austherapiert’ betrachtet – darunter sind zum Beispiel oftmals chronischobstruktive Lungenerkrankungen“, sagt Luz. Daneben gebe es aber auch zahlreiche Pferde mit Krankheiten wie dem Cushing-Syndrom oder Headshaking, für die auch die Schulmedizin noch keine zufriedenstellenden Therapiemethoden kennt. Die Besitzer setzen ihre Hoffnung dann in homöopathische Mittel – jene Substanzen, die der Arzt Samuel Hahnemann einst für den Menschen entdeckte.
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Homöopathie für Tierärzte – Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Homöopathie in D, A und CH

Die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie gliedert sich in der Veterinärmedizin in die Kurse A  – C. Im Rahmen dieser Kurse sollen die Teilnehmer qualifizierte Kenntnisse zum Denkansatz, zur Theorie und zur Praxis der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten mit Hilfe der klassischen Homöopathie erwerben (Veterinärhomöopathie).

ATF_Mitglied_Internet.pngDiese bilden zusammen mit den von den jeweiligen Tierärztekammern und der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) vorgeschriebenen Voraussetzungen die Grundlage für die Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Homöopathie.

Was ist neu, was ist anders?
Die  für die Weiterbildung vorgeschriebenen A, B, und C-Kurse werden in München mit je 15 anrechenbaren Stunden jeweils an einem Wochenende (ausschließlich SA und SO) angeboten. Der Kursaufbau über drei Wochenendkurse jährlich ermöglicht berufstätigen Tierärzten /-innen eine Weiterbildung ohne hohe Ausfallszeiten in ihrer Praxis! Das Erlernte kann sich zwischen den Kursen setzen und wiederholt werden.  Der Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt neben der Vermittlung der umfangreichen theoretischen Grundlagen auf der praktischen Herangehensweise an den zu lösenden Fall: Die Teilnehmer / -innen üben in allen Kursen anhand von erfolgreich verlaufenen Fällen die Fallbearbeitung und gewinnen mehr Erfahrung bei der Anwendung dieser Heilmethode.

A-Kurse_1.jpgSchwerpunkte der A-Kurse (Sonderpreis AI für Studenten / Doktoranden, etc.) bilden die Einführung und Grundlagenvermittlung der Homöopathie, sowie den Einstieg in die Behandlung akuter Erkrankungen. Das Repertorium als wichtiges Instrument neben den Arzneimittelbildern wird ab dem ersten Kurs in kleinen Schritten eingeführt.

In den B-Kursen wird das Grundlagenwissen vertieft, der Umgang und die Arbeit mit dem Repertorium nimmt insbesondere im Zusammenhang mit ausgewählten Kapiteln zu tiefergreifenden Erkrankungen einen Hauptanteil ein. Weitere Themen sind die 2. Konsultation, Palliation und Suppression, sowie die Bearbeitung spezieller Problematiken bei der Fallbearbeitung.

Die C-Kurse gruppieren ihre Inhalte um die Schwerpunkte Chronische Krankheiten und Miasmenlehre. Die Teilnehmer sollen ihre fortgeschrittenen Kenntnisse der klassischen Homöopathie vertiefen und weiterentwickeln. Der C IV-Kurs vervollständigt die Weiterbildungsreihe mit einer Rekapitulation der Kursinhalte und der Besprechung langjährig begleiteter Fälle.

Alle drei Kurs-Abschnitte haben als weiteren Schwerpunkt die Arzneimittellehre. Aufgrund der Erfahrungen in der tierärztlichen klassischen Homöopathie aus den letzten Jahrzehnten bilden hier tierspezifische Ausdrucksformen der Arzneimittelbilder das Hauptmerkmal. Arzneimittelrechtliche Grundlagen sowie Grundlagen zur Herstellung von und dem Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln sollen stets aktualisiert werden.
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Katze, Kater Tiger, 10 Jahre, vorgestellt wegen Epilepsie

Fall von Johanna Bausch, prakt. Tierärztin

Katze, Fall der fuwft.deTiger, graugetigerte EHK, männlich kastriert, Freigänger, geb 2003
Vorbericht:
Tiger ist seit November 2006 im Besitz.
Nach einem Sturz aus dem Fenster(beim Vorbesitzer (2006) zog sich Tiger Frakturen beider Ellbogen, des rechten Metakarpus (Trümemrfraktur) und diverse Traumata/Prellungen zu. Die Versorgung erfolgte in der chirurgischen Kleintierklinik der LMU München. Es traten Wundheilungsstörungen im Metakarpus auf, weswegen eine Umversorgung und Panarthrodese des rechten Metakarpus durchgeführt wurde.
In der Klinik treten zum ersten Mal auch epileptische Anfälle auf, anfänglich stets im Transportkäfig.
Dies ist der Anlass für die Therapie.
Tiger wurde regelmäßig geimpft und entwurmt. [Weiterlesen...]