Grundkurs in klassischer Homöopathie für Tierärzte

Auf der Suche nach passenden Zusatzqualifikationen stoßen Tierärzte unter Anderem auf die Möglichkeit, die Zusatzbezeichnung Homöopathie zu erwerben.

Bild Globuli der Fort- und Weiterbildung für TierärzteÜberwiegend Kollegen, die selbst schon einmal positive Erfahrungen mit Homöopathie gemacht haben, interessieren sich für diese Spezialisierung, aber auch der Wunsch bei austherapierten Fällen oder Patienten mit Symptomen die immer wieder rezidivieren, noch eine Möglichkeit anbieten zu können, kann eine Motivation für die Wahl sein.

Aber: „ist Das denn überhaupt etwas für mich?“ mag die Überlegung sein. Immerhin muss man viel Zeit und Geld in die Weiterbildung investieren. Und andere komplementärmedizinische Fachrichtungen könnten auch interessant sein.

Um Spielraum für das Herausfinden der persönlichen Interessen und Neigungen zu lassen bietet die Fort,- und Weiterbildung für Tierärzte alle Seminare für die Weiterbildung Homöopathie als einzeln zu buchende Kurse an (ATF-Anerkennung). Außerdem ist das Modul AI für Studenten, Doktoranden, Wiedereinsteiger vor / nach der Elternzeit besonders preisgünstig (140 € für zwei Tage) , so dass ein „Hinein-Schnuppern“ in diese Fachrichtung ohne weitere Verpflichtungen möglich ist.

Kursaufbau Homöopathie / Kursgebühren
Terminübersicht / Anmeldung online
Video: Die Anamnese in der Veterinärhomöopathie

Möglichkeiten der Finanzierung der Fort- und Weiterbildung für Tierärzte

Und jetzt: Weiterhin viel Spaß bei Ihrer Arbeit, vielleicht in Zukunft auch auf dem Gebiet der klassischen Homöopathie. Wir Tierärzte haben einen der schönsten Berufe der Welt!

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Bei Fragen: Telefon: +49 (0) 89 74 299 203 / Fax: +49 (0) 89 74 299 204
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Halbwissen aus dem Internet oder eine Behandlung durch Laien kann zu mehr Tierleid führen

Horse and dogHalbwissen aus dem Internet oder eine Behandlung durch Laien kann zu mehr Tierleid führen, kritisiert die Bundestierärztekammer (BTK). Dazu zählt sie auch Tierheilpraktiker, Tierpsychologen oder Tierphysiotherapeuten. Diese ungeschützten Berufsbezeichnungen könne sich jeder selbst verleihen. Das Wissen sei nicht im entferntesten mit dem aus einem Tiermedizinstudium vergleichbar.

“ N u r  Tierärzte könnten abschätzen, ob eine schulmedizinische oder eine regulationsmedizinische Behandlung wie z.B. Homöopathie, Pflanzenmedizin, zielgerichtete Physiotherapie, Akupunktur oder auch eine Kombination für den einzelnen Patienten sinnvoll und zielführend seien, sagte Tiedemann“. BTK-Vizepräsident Dr. Uwe Tiedemann, zugleich Vorsitzender des BTK-Arbeitskreises „Tierbehandlung“.

Kompletter Artikel auf wir-sind-tierarzt.de lesen

Homöopathie für Tierärzte – Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Homöopathie in D, A und CH

Die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie gliedert sich in der Veterinärmedizin in die Kurse A  – C. Im Rahmen dieser Kurse sollen die Teilnehmer qualifizierte Kenntnisse zum Denkansatz, zur Theorie und zur Praxis der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten mit Hilfe der klassischen Homöopathie erwerben (Veterinärhomöopathie).

ATF_Mitglied_Internet.pngDiese bilden zusammen mit den von den jeweiligen Tierärztekammern und der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) vorgeschriebenen Voraussetzungen die Grundlage für die Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Homöopathie.

Was ist neu, was ist anders?
Die  für die Weiterbildung vorgeschriebenen A, B, und C-Kurse werden in München mit je 15 anrechenbaren Stunden jeweils an einem Wochenende (ausschließlich SA und SO) angeboten. Der Kursaufbau über drei Wochenendkurse jährlich ermöglicht berufstätigen Tierärzten /-innen eine Weiterbildung ohne hohe Ausfallszeiten in ihrer Praxis!

Das Erlernte kann sich zwischen den Kursen setzen und wiederholt werden.  Der Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt neben der Vermittlung der umfangreichen theoretischen Grundlagen auf der praktischen Herangehensweise an den zu lösenden Fall: Die Teilnehmer / -innen üben in allen Kursen anhand von erfolgreich verlaufenen Fällen die Fallbearbeitung und gewinnen mehr Erfahrung bei der Anwendung dieser Heilmethode.

A-Kurse_1.jpgSchwerpunkte der A-Kurse (Sonderpreis AI für Studenten / Doktoranden, etc.) bilden die Einführung und Grundlagenvermittlung der Homöopathie, sowie den Einstieg in die Behandlung akuter Erkrankungen. Das Repertorium als wichtiges Instrument neben den Arzneimittelbildern wird ab dem ersten Kurs in kleinen Schritten eingeführt.

In den B-Kursen wird das Grundlagenwissen vertieft, der Umgang und die Arbeit mit dem Repertorium nimmt insbesondere im Zusammenhang mit ausgewählten Kapiteln zu tiefergreifenden Erkrankungen einen Hauptanteil ein. Weitere Themen sind die 2. Konsultation, Palliation und Suppression, sowie die Bearbeitung spezieller Problematiken bei der Fallbearbeitung.

Die C-Kurse gruppieren ihre Inhalte um die Schwerpunkte Chronische Krankheiten und Miasmenlehre. Die Teilnehmer sollen ihre fortgeschrittenen Kenntnisse der klassischen Homöopathie vertiefen und weiterentwickeln. Der C IV-Kurs vervollständigt die Weiterbildungsreihe mit einer Rekapitulation der Kursinhalte und der Besprechung langjährig begleiteter Fälle.

Alle drei Kurs-Abschnitte haben als weiteren Schwerpunkt die Arzneimittellehre. Aufgrund der Erfahrungen in der tierärztlichen klassischen Homöopathie aus den letzten Jahrzehnten bilden hier tierspezifische Ausdrucksformen der Arzneimittelbilder das Hauptmerkmal. Arzneimittelrechtliche Grundlagen sowie Grundlagen zur Herstellung von und dem Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln sollen stets aktualisiert werden.
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Samojede-Hündin, „Snow“, vorgestellt wg. rezidivierende Zystitis mit Struvitsteinen

Fall von Dr. Carolin Ruoss, Praktische Tierärztin

Snow ist eine intakte 4-jährige Samojede-Hündin. Sie wurde mir wegen rezidivierender Zystitis Samojede-Hündinvorgestellt. Im Mai 2014 wurde sie erstmals in der Tierklinik vorgestellt weil sie keinen Urin mehr absetzen konnte und sich erbrach. Das Abdomenröntgen zeigte multiple Blasensteine, die operativ entfernt werden mussten. Seitdem hatte Snow mehrfach Rezidive, im Anschluss an die 3-wöchige Antibiose war sie für ca. 10 Tage symptomfrei bis sich das nächste Rezidiv entwickelte.
Die Ernährung wurde zusammen mit einer Ernährungsberaterin umgestellt, seitdem trat keine Kristallurie mehr auf. Dies lässt der Besitzer regelmäßig in der Tierklinik kontrollieren, den Harn-pH kontrolliert er mit Hilfe von Urin-Sticks täglich selbst.
Der Besitzer berichtet über Snow, dass sie im Vergleich zu anderen Hunden ein außergewöhnlich sozialer Hund sei und er keinen einzigen Hund kenne, auf den sie je aggressiv reagiert habe. Auch auf keinen Menschen, sie habe auch noch nie jemanden angebellt (außer den Briefträger).
Man könne Snow nur ungerne alleine lassen, daher nimmt der Besitzer sie eigentlich immer überall hin mit. Wenn man sie alleine lasse, dann heule sie wie ein Wolf. Wenn der Besitzer dann wieder komme sei sie sehr glücklich, rammele dann aber sein Bein. Das ist ihre Art auszudrücken, dass sie davon nicht begeistert ist. Das mache sie auch mal bei anderen Hündinnen oder auch während dem Spiel oder als Spielaufforderung.
Man könne sie aber auch wirklich problemlos überall hin mitnehmen, sie liege im Restaurant unbemerkt unterm Tisch. Auch wenn andere Hunde kläffen interessiere sie das nicht. Snow sei zu Fremden sehr freundlich, begrüße die Menschen und mache eigentlich keinen Unterschied ob Freunde oder Fremde ins Haus kommen.

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Fütterung beim Pferd

Artikel von Dr. Ina Luz, Fachtierärztin für Pferde

photocase3751264649589611Das Thema kursiert in allen Medien.
Zeitschriften, das Internet, Foren und Fortbildungen für Pferdbesitzer befassen sich zunehmend mit dem, „was in das Pferd hinein soll“. Und  das mit gutem Grund. Waren früher eher Mangelerscheinungen ein Problem, so sind in den letzten Jahren immer mehr Stoffwechselstörungen aufgrund zu reichhaltiger oder falscher Fütterung in den Fokus geraten. Und mit diesen Problemen ist eine Vielzahl an neuen Fertig-Futtermitteln auf dem Markt erschienen.
Doch nicht nur für kranke Pferde gibt es immer mehr Futtermittel:
Vom rassespezifischen Futtermittel über den „Senior-Mix“ und  den „Winter-Traum“ ist Alles dabei. Wer kann da noch durchblicken.
Tatsächlich ist es auch für den Tierarzt häufig schwierig auf den ersten Blick zu erkennen, welches Futter für das jeweilige Pferd geeignet ist, bei der unüberschaubaren Vielzahl an Futtermitteln mit unterschiedlichsten Deklarationen.
Sind Futtermittel, die alternativ zu Heu angeboten werden gleichwertig zu Heu?
Dürfen Futtermittel, die für EMS empfohlen sind Fette oder Öle enthalten?
Was heißt hier „Hufrehe-Futter“. Sollten Getreide thermisch aufgeschlossen sein?

Dazu kommt, dass es manchem Tierarzt ganz schwindelig werden kann, wenn der Besitzer die Futterkiste öffnet. Hier noch was für glänzendes Fell, da noch was gegen Nervosität, ein paar Leckerlis zur Belohnung und so weiter, frei nach dem Motto: Viel hilft viel.

Manche sehen das Heil in der Rückbesinnung: „Nur noch Weide, Heu und Hafer“. Und selbst hier ist wieder die Frage, wie viel wovon, welches Heu ist am geeignetsten, woher gutes Heu beziehen? Welche Mineralstoffe müssen dennoch ergänzt werden?
Welche Relevanz haben Veränderungen im Blutlabor, wie zum Beispiel erniedrigte oder erhöhte Mineralstoff-Werte oder Leberenzym-Erhöhungen.

Bei der Beratung der Pferdebesitzer tauchen zusätzlich Probleme auf, wenn die bisherige Fütterung für  eine Einschätzen und Optimierung erfasst werden soll.
Oft ist es nicht einmal möglich hierüber genaue Daten vom Besitzer zu erhalten. Wie viel Kilo Heu ist denn „ein Arm voll“, wie viel Hafer „eine Schaufel“?
Das zweitägige Kursprogramm gibt den Teilnehmern pragmatisches und gut umsetzbares Wissen zu klassischen und neuen Erkenntnissen zur Pferde-Fütterung an die Hand.
– Ein Thema, das jedem, mit Pferden arbeitenden, Tierarzt täglich in der Praxis begegnet und das bei einer kompetenten Betreuung von Besitzer und Pferd nicht ausgespart werden darf.

Dr. Ina Luz, Tierärztin
Bildnachweis: Photocase
Stichworte: Futtermittel, Pferdefütterung, Equines metabolisches Syndrom

Bayern: Tierarztpraxis in der Rechtsform einer UG nicht zulässig

JustizDas Berufsrecht der Länder schränkt Freiberufler häufig bei der Rechtsformwahl ein. So geschehen auch in einem aktuellen Fall, wo das Oberlandesgericht München einem Tierarzt die Eintragung seiner Praxis in der Rechtsform einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) untersagte (Beschluss vom 03.02.2015, Az.: 31 Wx 12/14).

Ein Tierarzt wollte seine Praxis als „Tierarztpraxis Dr. P. UG (haftungsbeschränkt)“ in das Handelsregister eintragen lassen. Das zuständige Registergericht verweigerte dies mit der Begründung, dass die Führung einer Tierpraxis in der zur Eintragung angemeldeten Rechtsform gegen Art. 18 Abs. 1 des Bayerischen Heilberufe-Kammergesetzes verstoße. Hiergegen klagte der Tierarzt mit der Begründung, dass die Entscheidung gegen das Gleichheitsgebot verstoße, da in anderen Bundesländern die Führung einer Tierarztpraxis als UG zulässig sei.

Das sahen die Richter anders: „Nach der Begründung zum Gesetzentwurf der Staatsregierung verträgt sich die „gemeinsame“ Praxisführung in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft nicht mit dem persönlich-freiberuflichen Charakter der von niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Tierärzten eigenverantwortlich zu erbringenden heilkundlichen Dienstleistungen.“ Bei Zulassung dieser Formen könnten nicht nur die Bindungen an die staatlichen Gebührenordnungen für diese Heilberufe und deren unbegrenzte haftungsrechtliche Verantwortlichkeit, sondern auch wesentliche berufsrechtliche Verpflichtungen, so vor allem das berufstypische Werbeverbot, umgangen werden. Darüber hinaus sind unterschiedliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern verfassungsrechtlich nicht nur möglich, sondern sogar gewollt.
Quelle: startothek-News vom 04.03.2015
Bildnachweis: photocase