Galgo-Rüde “Merlin”, vorgestellt wg. rezidivierender Lahmheit

Fall von Dr. Carolin Ruoss, Praktische Tierärztin

Merlin ist ein kastrierter Galgo-Rüde und zum Zeitpunkt der Anamnese ca. acht Jahre alt.
Vorstellungsgrund:
Merlin zeigt seit zwei Jahren eine wiederkehrende Lahmheit, deren Abstände sich merklich verkürzen.
Merlin_3Vor fünf Jahren lief er während eines Spaziergangs im Wald davon und kam mit einer Verletzung am Ballen der fünften Zehe der rechten Vorderpfote stark humpelnd wieder zurück. Seitdem bereitete ihm diese Wunde immer wieder Probleme, er ging dann lahm, lief nur ungerne auf hartem Untergrund und hatte keine Freude mehr an den gemeinsamen Ausflügen mit dem Fahrrad. Die Verletzung sieht aus wie ein alter Schnitt, als ob drinnen etwas arbeiten würde.
Die Untersuchung bei mehreren Tierärzten verlief ergebnislos, zuletzt wurde zu einer Amputation der Zehe geraten.

Spontanbericht:
Merlin ist in alle Richtungen sehr kommunikativ, im positiven wie im negativen Sinne. Er fiept häufig und zu diversen Anlässen: Bei Freude auf etwas, zur Begrüßung von Mensch und Hund, bei der Zubereitung seines Fressens, bei Aufregung, nach brenzligen Situationen, wenn er etwas erreichen möchte wie zum Beispiel zugedeckt werden. Auch bei der Autofahrt zeigt er anhaltendes Fiepen, aber nur dann wenn er wisse, dass etwas spannendes passiert, beispielweise ein Ausflug unternommen wird. In diesen Situationen sabbere er dann auch sehr stark. Das mache er auch aus Angst (beim Tierarzt) und früher wenn Hündinnen läufig waren. Auf der Fahrt in die Arbeit fiept er nie, wenn er aber wisse, dass die Fahrt zu seinem liebsten Hundefreund geht erkennt er die Strecke sofort und fiept auf der gesamten Strecke.

[Weiterlesen...]

“zzgl. 19 %”: Know-how rund um die Umsatzsteuer

Umsatzsteuer / MehrwertsteuerExistenzgründung / Praxisgründung für Tiermediziner
Die Umsatzsteuer ist die am weitesten verbreitete Steuer.
Trotzdem bereitet sie vor allem jungen Tierärztinnen und Tierärzten immer wieder Kopfzerbrechen. In dieser Ausgabe des eMagazins des BMWI stellen wir Ihnen daher das kleine Einmaleins der Umsatzsteuer vor.

Bildnachweis: sör alex / photocase.de

Homöopathie für Tierärzte – Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Homöopathie in D, A und CH

Die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie gliedert sich in der Veterinärmedizin in die Kurse A  – C. Im Rahmen dieser Kurse sollen die Teilnehmer qualifizierte Kenntnisse zum Denkansatz, zur Theorie und zur Praxis der Behandlung akuter und chronischer Krankheiten mit Hilfe der klassischen Homöopathie erwerben (Veterinärhomöopathie).

ATF_Mitglied_Internet.pngDiese bilden zusammen mit den von den jeweiligen Tierärztekammern und der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) vorgeschriebenen Voraussetzungen die Grundlage für die Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Homöopathie.

Was ist neu, was ist anders?
Die  für die Weiterbildung vorgeschriebenen A, B, und C-Kurse werden in München mit je 15 anrechenbaren Stunden jeweils an einem Wochenende (ausschließlich SA und SO) angeboten. Der Kursaufbau über drei Wochenendkurse jährlich ermöglicht berufstätigen Tierärzten /-innen eine Weiterbildung ohne hohe Ausfallszeiten in ihrer Praxis! Das Erlernte kann sich zwischen den Kursen setzen und wiederholt werden.  Der Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt neben der Vermittlung der umfangreichen theoretischen Grundlagen auf der praktischen Herangehensweise an den zu lösenden Fall: Die Teilnehmer / -innen üben in allen Kursen anhand von erfolgreich verlaufenen Fällen die Fallbearbeitung und gewinnen mehr Erfahrung bei der Anwendung dieser Heilmethode.

A-Kurse_1.jpgSchwerpunkte der A-Kurse (Sonderpreis AI für Studenten / Doktoranden, etc.) bilden die Einführung und Grundlagenvermittlung der Homöopathie, sowie den Einstieg in die Behandlung akuter Erkrankungen. Das Repertorium als wichtiges Instrument neben den Arzneimittelbildern wird ab dem ersten Kurs in kleinen Schritten eingeführt.

In den B-Kursen wird das Grundlagenwissen vertieft, der Umgang und die Arbeit mit dem Repertorium nimmt insbesondere im Zusammenhang mit ausgewählten Kapiteln zu tiefergreifenden Erkrankungen einen Hauptanteil ein. Weitere Themen sind die 2. Konsultation, Palliation und Suppression, sowie die Bearbeitung spezieller Problematiken bei der Fallbearbeitung.

Die C-Kurse gruppieren ihre Inhalte um die Schwerpunkte Chronische Krankheiten und Miasmenlehre. Die Teilnehmer sollen ihre fortgeschrittenen Kenntnisse der klassischen Homöopathie vertiefen und weiterentwickeln. Der C IV-Kurs vervollständigt die Weiterbildungsreihe mit einer Rekapitulation der Kursinhalte und der Besprechung langjährig begleiteter Fälle.

Alle drei Kurs-Abschnitte haben als weiteren Schwerpunkt die Arzneimittellehre. Aufgrund der Erfahrungen in der tierärztlichen klassischen Homöopathie aus den letzten Jahrzehnten bilden hier tierspezifische Ausdrucksformen der Arzneimittelbilder das Hauptmerkmal. Arzneimittelrechtliche Grundlagen sowie Grundlagen zur Herstellung von und dem Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln sollen stets aktualisiert werden.
[Weiterlesen...]

Förderprogramm Existenzgründercoaching / Praxisgründercoaching

Start_ExGr_photocaseDer Freistaat Bayern und das Bundesland Baden-Württemberg fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die Finanzierung von Beratungsleistungen für Existenzgründer / Praxisgründer bzw. Unternehmensnachfolger in der Vorgründungsphase. Förderfähig sind Coachingmaßnahmen zu wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen.  Mehr Informationen:  für Bayern / für Baden-Württemberg.

Wir übernehmen als zugelassene Berater und Fachkundige Stelle – registriert in der KfW-Beraterbörse und Bundesamt für Wirtschaft  – eine “Rundumbetreuung” für Praxisgründer / -innen als komplette Dienstleistung. Wir bieten wir Ihnen ein kurzes, kostenloses Orientierungsgespräch zu ihrem geplanten Vorhaben. Senden Sie uns einfach eine kurze  E-Mail mit einer Kurzbeschreibung, oder rufen Sie uns einfach an.

Physiotherapie für Tierärzte – Fortbildung für Kleintierpraktiker

Seit einigen Jahren wird die Physiotherapie in der Tiermedizin zu Recht immer bekannter. Jedoch muss nicht jeder Tierarzt / jede Tierärztin einen kompletten Weiterbildungslehrgang absolvieren, um mit Teilen dieser Methode zu arbeiten.

In einem Wochenendkurs  (18.10.-19.10.2014  PHY2: Physiotherapeutische Anamnese und Lahmheitsdiagnostik bei Hund)  haben Sie die Gelegenheit in diese Methode „reinzuschnuppern“: Ziel dieser Fortbildung ist das Erlernen von einfachen physiotherapeutischen Anwendungen die in den tierärztlichen Praxisalltag integriert werden können (ATF-Anerkennung: 15 Stunden; die Veranstaltung ist in Bayern auf die Erlangung der Zusatzbezeichnung “Physikalische Therapie” anrechenbar).
Die Physiotherapie kann sehr gut als ergänzende Maßnahme bei einer Vielzahl von Erkrankungen unserer Haustiere eingesetzt werden. Dabei geht es nicht darum die bisherige Therapie zu phy1.jpgersetzen, sondern den Behandlungserfolg mit zusätzlichen Therapiemethoden zu verbessern. Kombiniert man Schul- oder Alternativmedizin mit der Physiotherapie werden in den meisten Fällen ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie und ein dauerhafterer Therapieerfolg beobachtet.

Einige der physiotherapeutischen Techniken sind relativ einfach zu erlernen und können daher nach einer sorgfältigen Einführung auch von „Nicht-Physiotherapeuten“ angewendet werden. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, bei welchen Krankheitsbildern die Physiotherapie hilfreich ist und wo ihre Grenzen liegen. ( Flyer   -   Zur Anmeldung )

[Weiterlesen...]

Warmblut-Stute „Queenie“, Vorstellung wegen Sommerekzem, wiederholten Kolikanfällen, Magengeschwüren und „Wutanfällen“

Fall von Dr. med. vet. Ina Luz, FTA für Pferde

Warmblut-Stute „Queenie“ geboren: 2000 , Erstvorstellung 07/2012, Nachbeobachtungszeit nach letzter Behandlung 1 ¾  Jahre
Vorstellung wegen Sommerekzem, wiederholten Kolikanfällen, Magengeschwüren und „Wutanfällen“

Pferde_braun1_photocaseQueenie sei eine sehr hübsche Stute und eigentlich sei auch ihr Wesen so, beginnt die Besitzerin das Gespräch. Es sei, wie wenn man einen Schalter umlege.
Die Stute ist nun seit  2 ½ Jahren im Besitz, jedoch kennt Frau B. sie schon länger. Die Vorbesitzerin sei ihrer Einschätzung nach sehr hysterisch gewesen, sie forderte einerseits viel Leistung, sei andererseits aber stets überbesorgt gewesen. Möglicherweise habe sie „Queenie“ sehr hart behandelt.
Als junges Pferd sei Queenie ganz brav gewesen, allerdings eher unsicher und habe im Gelände schnell mal gescheut. Sie sei sehr sensibel, brauche viel Beachtung und sei zur Besitzerin meist sehr liebevoll. Sie wolle gefallen und werde gerne gelobt. Mit der Tochter der Besitzerin sei sie sehr fürsorglich. Wenn man sie führt, geht die Stute hinter einem, versteckt sich. [Weiterlesen...]